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Gute Stimmung trotz wechselhaften Wetters: Die PAZ findet Interesse am Ostpreußenstand.

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Ostpreußen und Freunde auf Schloss Burg
Landsmannschaftliches Heimattreffen mit Kulturprogramm – Aufruf zur Traditionspflege.
von Dieter Göllner

Das diesjährige „kleine Ostpreußentreffen“ auf Schloss Burg im Bergischen hat in der Tradition der früheren Veranstaltungen stattgefunden, doch gab es auch einige Neuerungen.

Die Landesgruppen Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaften Ostpreußen, Pommern und Schlesien luden zum ersten gemeinsamen Heimattreffen auf dem Plateau vor der Gedenkstätte des Deutschen Ostens auf Schloss Burg an der Wupper ein. Gemeinsam verbrachte man bei Sonnenschein und Regenschauer einen erlebnisreichen Tag, wobei das Wiedersehen und das Plachandern mit alten Bekannten sowie das Kennenlernen neuer Freunde dieser drei Heimatregionen im Mittelpunkt standen. Der Veranstaltung wohnten auch die Landtagsabgeordneten Helmut Seifen und Nic Vogel sowie Remscheids Bürgermeister Lothar Krebs bei. „Heute stehen kulturelle Themen im Vordergrund. Dies soll auch künftig so bleiben. Wir wollen uns hier treffen, um Traditionen zu pflegen, Freunde wiederzusehen und neue Freunde zu gewinnen“, betonte Wilhelm Kreuer, der seit Kurzem gewählte Vorsitzende der Landsmannschaft Ostpreußen (LO), Landesgruppe NRW, in seinem Grußwort.

Auch wenn Teile von Schloss Burg wegen Sanierungsarbeiten eingerüstet waren, wachte die Reiterskulptur des Grafen Engelbert II. von Berg und Erzbischofs von Köln über das bunte Geschehen. Die drei beteiligten Landsmannschaften stellten Stände und Zelte auf, um die Besucher mit Informationsmaterial zu ihrer jeweiligen Heimatregion zu versorgen. Bücher und Broschüren mit historischen und aktuellen Bezügen, aber auch die Preußische Allgemeine Zeitung fanden interessierte Leser. Zur körperlichen Stärkung wurden beliebte kulinarische Spezialitäten und so manches edle Schlückchen angeboten. Zum Probieren gab es den ostpreußischen Bärenfang, den schlesischen echten Stonsdorfer sowie den pommerschen Kräuterlikör Schit-Lot-Em. Und was beim ostpreußischen Angebot immer dabei ist, war auch diesmal an einem Stand zu bewundern: Bernstein, das Gold der Ostsee.

Schön anzusehen und nicht zu übersehen waren ostpreußische Trachtenträgerinnen, darunter die gebürtige Königsbergerin Brigitte Schüller-Kreuer und Sigrid Kruschinski. Ute und Karl-Heinz Grun waren in Trachten aus dem Riesengebirge gekleidet und hielten die Fahne für Schlesien hoch. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit und besuchten den Glockenturm und die Gedenkstätte im Batterieturm.

Das Oberschlesische Blasorchester Ratingen sorgte mit einem Platzkonzert für gute Stimmung. Besinnlich und ruhig wurde es, als Pfarrer Volker Lubinetzki aus Wermelskirchen eine Andacht hielt.
 

Die Veranstalter Detlef Linnemann, Wilhelm Kreuer, und Rudi Pawelka freuen sich über das gelungene Fest. (v.l.n.r.)

Die Veranstalter Detlef Linnemann, Wilhelm Kreuer, und Rudi Pawelka freuen sich über das gelungene Fest. (v.l.n.r.)

Im Rahmen der Kundgebung wandten sich die Landesvorsitzenden der drei Landsmannschaften mit Grußworten an das zahlreich erschienene Publikum. Rudi Pawelka, Landesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien in NRW und BdV-Landesvorsitzender NRW, betonte, dass es die Aufgabe aller Landsleute sei, für ihre Heimatregionen einzutreten. Er fügte hinzu, dass das reiche ostdeutsche Erbe bewahrt und gepflegt werden müsse, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Es sei wünschenswert, zu zeigen, welch wertvolles „geistiges Gepäck“, die Vertriebenen auf der Flucht in die Bundesrepublik Deutschland mitgebracht haben. Veranstaltungen wie das Heimattreffen auf Schloss Burg seien eine gute Gelegenheit, um das Selbstwertgefühl der Vertriebenen zu stärken und neu aufzuladen.

Detlef Lindemann sprach als Vertreter der Pommerschen Landsmannschaft, Landesgruppe NRW, sowie als Vertreter der Bundeslandsmannschaft der Pommern: „Heimat ist nicht nur etwas Vergangenes, sondern sie hat die Menschen von innen und von außen her geprägt.“ Mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft fügte er hinzu: „Es ist nun unsere Aufgabe, unsere ostdeutsche pommersche Kultur in das ganze gegenwärtige Deutschland einzubringen und es heute hier zu bezeugen.“

Die Teilnehmer des Heimattreffens auf Schloss Burg lauschten ehrfurchtsvoll dem Läuten der Königsberger und der Breslauer Glocken sowie dem Trompetensolo von Frank Braun. Zum Gedenken an die Opfer von Gewalt und Krieg sowie an die Opfer der Vertreibung wurde ein Kranz niedergelegt. Der frühere, langjährige Vorsitzende der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe NRW, Jürgen Zauner, sprach ein Totengedenken unter dem Motto „Erinnern bewahrt vor Vergessen.“ Zauner schlussfolgerte: „Unsere noch verbleibende Lebenszeit steht im Zeichen der Hoffnung auf Gerechtigkeit und einen redlichen Ausgleich mit Versöhnung unter den einzelnen Menschen und ihren Völkern.“

Für den Bund Junges Ostpreußen (BJO) meldete sich Tobias Link, der Vorsitzende des Regionalverbandes West, zu Wort. Der Student ist davon überzeugt, dass die Geschichte Ostpreußens nicht durch Augenblicks-Empfindungen einfach bei Seite geschoben werden darf. Er will gemeinsam mit seinen Mitstreitern helfen, dass Ostpreußen weiterhin ein wichtiger Pfeiler der europäischen Kultur bleibt. Der BJO biete attraktive Veranstaltungen für junge Leute an und suche den Kontakt zu Jugendlichen aus der Heimat der Vorfahren, so Link. Schließlich seien es gerade die heutigen jungen Einwohner aus Russland, Polen und Litauen, die die europäische Zukunft maßgeblich mitprägen werden.

Wilhelm Kreuer zeichnete Margitta Romagno, Bezirksreferentin der Ostpreußen von Düsseldorf, mit dem Verdienstabzeichen aus. Sie erhielt die Ehrung für ihre Tätigkeit als Betreuerin der Gedenkstätte des Deutschen Ostens im Batterieturm von Schloss Burg.

Den Gastvortrag bei der Kulturveranstaltung auf Schloss Burg hielt Renata Zajaczkowska, Vorsitzende der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Breslau (DSKG) und Vize-Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG). Vor Kurzem wurde sie für ihre Verdienste um die Deutsche Minderheit in Polen mit dem vom polnischen Staatspräsidenten Andrzej Duda verliehenen Verdienstkreuz der Republik Polen in Gold ausgezeichnet.

Gemeinsam mit Maria Neumann, Geschäftsführerin des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, legte die 1931 geborene Zajaczkowska mit dem Pkw 930 Kilometer aus Oppeln zurück. In ihrem Vortrag „Heimat und Identität aus Sicht der Heimatverbliebenen“ betonte sie: „Ich habe die Ehre, all die zu vertreten, die der Heimat besonders treu waren und sind, nämlich die deutschen Schlesier, Ostpreußen und Pommeraner, die nach dem Krieg zugleich das Glück als auch Leid hatten, in der Heimat zu bleiben. Die Nachkriegsjahre waren für die in der Heimat verbliebenen Deutschen hart gewesen.“ Die Referentin sprach über herausragende Aktivitäten des VdG in Sachen Bildung und erklärte: „Um Zukunft zu haben, brauchen wir Bildung und Medien sowie moderne Kultur neben der Tradition. Durch die Sprache muss das wiederbelebt werden, was verloren gegangen ist. Wir alle, hier und da, sind die prädestinierten Brückenbauer für Völkerverständigung und Vertiefung der europäischen Einheit.“

Die Kultur- und Frauenbeauftragte der LO, Bärbel Beutner, hat auch diesmal ein abwechslungsreiches Programm mit musikalischer Umrahmung durch das Oberschlesische Blasorchester vorbereitet. Der „Bunte Reigen“ fiel – zum Glück für das Publikum und die beteiligten Akteure – nur zum Teil „ins Wasser“.

Zu Gast war die schlesische Tanzgruppe „Der Fröhliche Kreis“ aus Bergisch-Gladbach. Die Gruppe konnte wegen des einsetzenden Regens nicht ihr ganzes Programm vorführen, weil Samt, Spitzen, Brokat und die handgewebten Stoffe der Trachten durch zu viel Nässe gelitten hätten. Dennoch schafften sie es, bei den ersten Sonnenstrahlen einige schwungvolle Volkstänze zu zeigen.

Die Moderatorin Beutner ging auf das „reiche und geschichtsträchtige Schlesien“ mit einem Gedicht von Friedrich Bischoff ein. Brigitte Kiel stellte die Geschichte und Kultur Pommerns detailliert vor.

Kreuer verabschiedete die trotz Regenschauer bis zum Schluss vor Ort gebliebenen Gäste im Namen der drei Landsmannschaften: „Bleiben Sie gesund und munter, halten Sie den heutigen Tag in guter Erinnerung und – vor allem – bleiben Sie den Ostpreußen, den Pommern und den Schlesiern gewogen. Und, nicht zuletzt: Kommen Sie auch im nächsten Sommer nach Schloss Burg. Auf Wiedersehen und Gottes Segen für Sie alle.“
              

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, 28/17 v. 14.07.2017

 

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